Kraft des Loslassens



Wenn die Sammelwut überhand nimmt oder in den Schränken nichts mehr Platz hat - was macht man da am besten?


Man trennt sich von einem Teil der angesammelten Schätze oder Unrat. Was nicht mehr zu gebrauchen ist, bringe ich in den Wertstoffhof. Einige Sachen kann ich gut weiterverschenken. Anderes bringe ich zum Secondhandladen, hänge Zettel aus oder mache einen Flohmarkt. Z.B. mit meinem Selbstgebasteltem oder Büchern, die ich schon gelesen habe. 


Die befreiende Energie des Loslassens


Du weißt ja, bei mir geht es immer um die Energie, mit der wir uns umgeben. Der Mensch ist veranlagt, alles zu horten und zu sammeln. Auch wenn er etwas nicht mehr braucht, trennt er sich schwer davon, weil man könnte es sicher später wieder mal benötigen. So verstopft bei manch einem der Dachboden, der Keller, der Kleiderschrank...

 

... und die Energie daheim wird schwer und zäh.

Also ab zum Ausmisten. 

Aber, das ein oder andere könnte ich wirklich wieder mal benötigen?

Das glaube ich dir sogar. Nur ehrlich. Wie oft brauchst du was aus dem Keller? Man hat oft keine Ahnung, was man wirklich alles darin hortet.

 

Ich bin der Meinung, dass alles, was man innerhalb von 3 Jahren nicht mehr benutzt hat, weggegeben werden kann. Die Wahrscheinlichkeit es nie mehr zu verwenden ist da schon sehr groß. Darum empfehle ich eine Keller-, Dachboden- und Schränkeüberprüfung in regelmäßigen Abständen. Schaue dir an, was du hast und überlege bei jedem Teil, ob es nur aus Gewohnheit da liegt.

Wer braucht mit 40 Lebensjahren auf dem Buckel wirklich noch sein Ballkleid, dass mit 16 Jahren getragen wurde? Gut, es hängen positive Erinnerungen daran, aber die bleiben mir ohne das Kleid auch.

 

Oder die Arbeitsklamotten einer Firma, für die man schon Jahre nicht mehr arbeitet. 

 

Oder Schuhe, die immer schon nur Blasen verursacht haben.

 

Oder was ist mit den Autoreifen, für die man gar kein Auto mehr hat und das Fahrrad, dem das Kind entwachsen ist?

 

Und so weiter...

 

Du wirst staunen, was sich so als Lebensbalast angesammelt hat. Kein Wunder, sind wir doch ständig dem Wandel ausgesetzt und haben daher immer wieder neue Bedürfnisse, die eine Umstellung erfordern. Nur unser Lebensmittelpunkt kommt da oft nicht nach. So wird alles aus dem Blickfeld geräumt, was jetzt stört und die Altlasten werden immer mehr.

Auch in der Wohnung kann es ungemütlich werden mit der Vielzahl an Dingen, die herumstehen oder verräumt, dem Vergessen ausgeliefert sind.

Wieviele alte Handys hast du in deinen Schubladen?

Wieviele Klamotten enthält dein Kleiderschrank, die abgetragen, zu groß, zu klein, unbequem sind und du nicht mehr anziehst?

Wieviele alte DVD´s, die du so oft schon gesehen hast, dass du sie nie mehr ansehen würdest?

Wieviele Dekogegenstände stehen herum, die dir irgendwer mal schenkte?

Aber was mir geschenkt wurde, darf ich nicht weggeben. Ist das wirklich so?

Weiß´ Tante Magarete noch nach 15 Jahren, dass sie mir mal eine Glasschüssel geschenkt hat, die mir nie gefallen hat? Weiß´ meine Freundin Lisi noch, dass sie mir vor einigen Jahren ein Blumengesteck geschenkt hat, das mittlerweile schon zerrupft und vom Staub verpickt ist? Oder fragt meine Arbeitskollegin irgendwann nach dem Kerzenständer, den sie mir gegeben hat?

Wer sich total mit Vergangenem umgibt, erschwert sich die Gegenwart und verpasst die Zukunft. Ist meine Meinung.

Schon aus dem Grund, dass wir nicht mehr die gleichen Menschen sind wie vor 10 Jahren, sollten wir unser Daheim an uns anpassen. Wenn aller Platz nur mit Altem belegt ist, ist kein Platz für Neues. So kann sogar eine eigentlich hübsche Wohnung mit der Zeit wie ein Museum (oder sogar noch schlimmer) wie tot wirken.

 

Und deswegen versuche ich immer wieder das Loslassen. 

Nutze die Gelegenheit.

Mache einen Putztag und übe das Loslassen.